Was denkt die Öffentlichkeit über die PR-Branche?

Der gestrige Beitrag auf Deutschland Radio Kultur über die „PR-Republik Deutschland“ hat mich animiert, noch ein paar Zitate etc. über die PR rauszusuchen. Here it comes:

Was ist eigentlich PR? Ein wenig verkürzt kann man sagen, dass es Aufgabe der PR ist, Unternehmen und Personen ein positives Image zu verschaffen. Wie genau das bewerkstelligt wird, darüber gehen die Meinungen auseinander. Klar ist aber: PR kümmert sich um den guten Ruf. Oberstes Ziel sind tolle Schlagzeilen.

Es ist einigermaßen paradox, dass ausgerechnet diese Disziplin selbst keinen guten Leumund hat. Die Öffentlichkeit hat von den Öffentlichkeitsarbeitern ein negatives Bild. Dazu muss man sich nur anschauen, wie über die PR-Branche geschrieben wird.

Ein paar Zitate aus den Medien:

Der Spiegel 31/2013. Titelgeschichte „Natürlich künstlich“: In dem Artikel geht es um die industrialisierte Produktion unserer Lebensmittel. Insgesamt ein kritischer Blick auf Unternehmen wie Unilever & Co, in dem es unter anderem heißt: 

„Die Unternehmen greifen zwar längst auf weltweite Warenströme und Handelsketten zurück, wollen das aber möglichst nicht publik machen. Auf Kritik reagieren sie mit dem Engagement von PR-Agenturen, statt all ihre Zutaten und Lieferanten offenzulegen.“

Im Feuilleton der F.A.Z schrieb Mathias Müller von Blumencron am 12. September 2014 unter dem Titel „Schafft den Online Journalismus ab“ über die Gefahren des Online-Journalismus. Unter anderem heißt es in dem Artikel:

„In den vergangenen fünf bis sieben Jahren – gleichzeitig mit dem Aufstieg der sozialen Medien – entwickelte sich das Netz von einem eher nachrichtlichen Medium zu einer gewaltigen Meinungsschleuder. Längst hat die Zahl der geposteten Kommentare die der Nachrichten übertroffen. Längst publizieren im Netz viel mehr Laien als Profis. Und längst nutzen bestimmte Profis das Netz unter dem Deckmantel des Journalismus, um Ideologie, PR, Desinformation und Verschwörungsphantasien zu verbreiten.

Im Sportteil der F.A.Z. vom 13. September 2014 ging es um Mirko Slomka, den damaligen HSV-Trainer. In der Vorsaison konnte Slomka mit seiner Mannschaft den Abstieg in die zweite Liga so gerade eben abwehren: In der neuen Spielzeit stand der HSV nach zwei Spieltagen schon wieder auf dem vorletzten Platz. Trainer Slomka machte in der Woche eine große Personality-Geschichte in der BILD-Zeitung und schwärmte dort von der Schönheit der Stadt Hamburg. Offensichtlich eine Charme-Offensive als Reaktion auf die sportlichen Probleme. Die FAZ schrieb:

Bei so viel Gegenwind kann man Mirko Slomka ein paar PR-Ausflüge in eigener Sache nicht übelnehmen.

Diese Zitate sind von mir wahllos herausgegriffen; ähnliches findet man regelmäßig in der Zeitung. In die Kategorie fallen auch Nachrichten aus der Klatsch-Presse, wenn dort über die Liasion zweier Promis gemutmaßt wird, die Beziehung sei eine reine PR-Show. Denn klar: Romanzen werden von Stars und Sternchen gern benutzt, um den Medien neues Futter für eine Story zu liefern. Auch dann steht PR für das Verlogene, Manipulative.

HIER GEHT’S WEITER

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2 Kommentare zu „Was denkt die Öffentlichkeit über die PR-Branche?

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