Wie man herausfindet, ob eine PR-Agentur etwas taugt und ob man für sie arbeiten sollte.

Angenommen Du bist gerade auf Jobsuche und siehst die Stellenanzeige einer PR-Agentur. Wovon machst Du abhängig, ob Du dich dort bewirbst? Es gibt da eine sehr aufschlussreiche Webseite – die die wenigsten kennen.

Sicher wirst du dir als erstes die Webseite der Agentur ansehen und dir dann von den Kunden einen Eindruck verschaffen. Dann wirst du dir sicher noch durchlesen, was bei kununu und anderen Bewertungsplattformen über die Agentur geschrieben wird.

Zum Vorstellungsgespräch eingeladen – und dann?

Wenn du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, bekommst Du natürlich auch einen sehr guten Eindruck von der Agentur.

All das sollte ein ganz rundes Bild des potenziellen Arbeitgebers ergeben. Eine wichtige Sache findet man so aber kaum heraus: Wie es um die Wirtschaftlichkeit der Agentur bestellt ist.

Dafür gibt es aber eine sehr sinnvolle Recherche-Quelle,  meiner Erfahrung nach kennt diese aber kaum ein PR-Mensch. Dennoch sollte  man sie aber in jedem Fall zu Rate ziehen. Und zwar ganz besonders, wenn es um die Bewerbung bei einer  kleineren Agenturen mit bis zu 15 Mitarbeitern geht. Es kann Spaß machen, für solche kleine Agenturen zu arbeiten, weil der Teamspirit oft sehr gut ausgeprägt ist.

Ist die Agentur wirtschaftlich gut aufgestellt?

Wenn die Agentur jedoch in einer finanziellen Schieflage ist, wird die Arbeit aber ganz schnell ungemütlich. Und bei kleineren Agenturen kann es schon kritisch werden, wenn der Schlüsselkunde ein halbes Jahr lang weniger Aufträge hat.

Wie findest Du also heraus, wie es um die Zahlen einer Agentur bestellt ist? Ganz einfach, indem du auf

bundesanzeiger.de

gehst.

Dort findest du die Jahresabschlüsse von Unternehmen und damit natürlich auch von PR-Agenturen.

Gib links oben in das Feld den Namen der Agentur  ein. Dann bekommst du die Jahresbilanz präsentiert. Häufig ist die aktuellste zwar schon zwei, drei Jahre alt. Das muss aber nichts zu bedeuten haben

Wenn du dich mit Bilanzen nicht auskennst – soll bei PR-Menschen vorkommen – dann frag‘ die Leute in deinem Bekanntenkreis, die eine Banklehre gemacht haben oder BWL studiert haben. Die freuen sich, wenn sie Dir mit ihrem Erstsemester-Wissen weiterhelfen können.

In der Bilanz wird zwar nicht der Gewinn (oder der Verlust) ausgewiesen. Aber wenn man weiß, wonach man schauen muss, ist so eine Bilanz schon aufschlussreich. Neben den Zahlen ist auch die Prosa unter der Bilanz häufig erhellend. Auch hier kann dir der BWL’er helfen, zwischen den Zeilen zu lesen.

Der Pro-Tipp lautet natürlich: Frage im Vorstellungsgespräch mal  nach einigen Zahlen und wie die zustande kommen. Und frage, wo die Agentur sich in fünf oder in zehn Jahren sieht. Das kann interessant werden.

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3 Kommentare zu „Wie man herausfindet, ob eine PR-Agentur etwas taugt und ob man für sie arbeiten sollte.

  1. Kleine Korrektur: gewinn und Verlust werden sehr wohl in der Bilanz erwähnt – es sind die einzigen Daten aus der GuV, die dort auftauchen.

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