Endlich wieder Sommerfest! – Noch ein Auszug aus meinem Buch „Über Leben in der PR“

Bei meinem ehemaligen Arbeitgeber steht bald wieder das Sommerfest an! Ein guter Anlass für einen kleinen Auszug aus meinem Buch:

 

„Same procedure as every year: Segelausflug mit Cool-PR

Auch bei Cool-PR gab es jedes Jahr im Sommer einen Agenturausflug. Office-Managerin Emma wurde von Agenturchef Boris beauftragt, sich ein Ziel zu überlegen. Emma unterbreitete ihm dann alljährlich einige Ideen. Kegeln, Hochseilgarten, Freizeit-Park. So etwas in der Art. Emma ging es nicht besser, als mir bei Prima-PR: Boris fand alle ihre Ideen schlecht. Und schlug schließlich selbst vor, dass wir doch Segeln gehen könnten. Das wurde dann auch gemacht.

Man muss dazu wissen, dass Boris passionierter Segler ist, der am Wochenenden gern auf dem Wasser unterwegs war. Er stammte aus Schleswig-Holstein und bediente sich gern maritimer Vokabeln, wenn er über die Agentur sprach. Er sah sich als Kapitän und uns als die Mannschaft. Gemeinsam segelten wir hart am Wind oder setzten Segel für die Kunden. „Endlich wieder Sommerfest! – Noch ein Auszug aus meinem Buch „Über Leben in der PR““ weiterlesen

Der Weihnachtsfeier zweiter Teil

Und so geht es weiter mit der Weihnachtsfeier. Falls Du den ersten Teil nicht kennst, hier ist er.

Da kommt schon der Bus vorgefahren, alle steigen ein, und es geht nach ….. Ja, wirklich, es geht nach …..!

…… ist einer der Stadtteile Münchens, der sich bislang erfolgreich allen Gentrifizierungs-Bemühungen widersetzt hat. Keiner der PR-Leute kann sich erinnern schon mal dort gewesen zu sein.

Karl-Uwe steht vorne im Bus, hat ein Mikro in der Hand und sagt von einem Ohr bis zum anderen grinsend: „Keine Angst, Ihr müsst in XXXXX nicht durch die Straßen gehen und wir wollen dort auch nicht übernachten. Stattdessen gehen wir dort in ein Tonstudio und nehmen einen richtig geilen Song auf!“ „Der Weihnachtsfeier zweiter Teil“ weiterlesen

Klatsch und Tratsch: So geht es der Mutter aller Public Frustration Agenturen heute

Die PR Branche mag sich selbst für riesengroß halten. In Wahrheit ist die PR-Welt aber klein und überschaubar.

Was schön ist, weil man sich kennt und sich immer wieder trifft.

Ich habe vor ca. zehn Jahren in einer Agentur gearbeitet, die für mich bis heute die Mutter aller Public-Frustration-Agenturen ist: Eine Agentur von  damals 15 Leuten, bequem in der City gelegen. Hätte nett sein können, wäre da nicht der Chef gewesen, der geregeltes Arbeiten unmöglich machte. Bemerkenswert war aber der sehr gute Teamspirit unter den Angestellten. Wir sind oft nach Feierabend noch in der Agentur geblieben, haben im Konfi Bier getrunken und die Grimassen des Chefs imitiert. „Klatsch und Tratsch: So geht es der Mutter aller Public Frustration Agenturen heute“ weiterlesen

Wie sollte man mit negativem Feedback auf kununu umgehen?

Der PR Career Center hat auf Twitter gefragt, wie man mit der Kritik von Ex-Kollegen umgeht, insbesondere auf kununu.

Da ein Tweet von mir Anlass für diesen Aufruf war, will ich mich natürlich auch gern selbst dazu äußern. Die Frage ist ja interessant.

Mir war auf kununu eine Bewertung zu einer Agentur aufgefallen. Und zwar weniger, weil die Bewertung so negativ ist. Das kommt auf kununu häufiger mal vor. Ungewöhnlich fand ich vielmehr die sehr ausführliche und detaillierte Antwort der beiden Geschäftsführer. Eine ausführliche Antwort könnte man auf den ersten Blick gut finden. Ich fand sie jedoch suboptimal und das nicht nur, weil der Ton unsouverän und gereizt klingt.

Vielmehr störte mich, dass die Verfasser offenbar eine Grundregel der erfolgreichen Unternehmenskommunikation nicht kennen: Und zwar die, dass man sich  von seinem Gegenüber niemals die Regeln und die Inhalte der Diskussion vorgeben lassen sollte. Schon gar nicht, wenn man angegriffen wird.

In Fall der kununu Bewertung ist es für Außenstehende unmöglich zu entscheiden, ob es in der Agentur zum Beispiel wirklich ständig frauenfeindliche Sprüche gibt. Es steht Aussage gegen Aussage. Und als neutraler Beobachter wird man sich im Zweifel eher auf die Seite des David schlagen, als auf die des Goliath (also auf die Seite des Mitarbeiters).

Was sie hätten besser machen können? Sie hätten sich erst gar nicht von einem anonymen Bewerten vorgeben lassen sollen, worüber sie reden.

Wenn Greenpeace über Grenzwerte redet, dann sollte man als Mineralölunternehmen über Arbeitsplätze reden. Oder: Wenn Ihr Gegenüber in einer Sonntagabend-Talkshow zum Thema Terrorismus über Sicherheit reden will, dann reden Sie eben über Freiheit.

Man sollte den Dialog nicht verweigern, aber man muss sich die Inhalte des Dialogs nicht aufzwingen lassen.

Das kann man sich wunderbar bei Nick Naylor im Film Thank You for Smoking abschauen.

 

 

„Ah – but that’s what I am talking about!“ Nick Naylor redet nicht über Schoko oder Vanille sondern über Freiheit. Und plötzlich sieht sein gegenüber alt aus (auch wenn er erst 12 Jahre alt ist).

Nun kann man ja immer noch sagen: Ja, die sind halt authentisch bei der Agentur. Kann sein. Sie sind authentisch, aber sie sind eben keine besonders gerissenen Kommunikatoren.

Eine andere Sache: Nach dem Feedback der Geschäftsführer kam nur noch eine  weitere Bewertung  und die war noch mieser.Vielleicht haben die Geschäftsführer in ihrer eigenen Bude weniger Rückenwind haben, als sie glauben?

Daher mein Tipp zum Umgang mit kununu Bewertungen: Entweder die Glaubwürdigkeit des Bewerters infrage stellen, indem man zum Beispiel anmerkt, warum er es denn nötig hätte, anonym zu schreiben?!?

Oder sich freundlich bedanken für das Feedback und sagen, es entspräche zwar nicht der eigenen Wahrnehmung und sicher auch nicht der der meisten Mitarbeiter, man wolle aber dennoch daraus lernen und wertschätze auf dieses Feedback ganz außerordentlich.

Und sich in jedem Fall kurz fassen und keine Romane absondern. Langes Gelaber ist immer verdächtig.

So. Und wer es noch genauer wissen will, der kaufe bitte mein Buch. Man kann dann ja eine Bewertung dazu schreiben. Und schauen wie ich damit umgehe.

PF_fb2.jpg

 

 

Sean Spicer, neuer Star am Pressesprecherhimmel.

Sean Spicer, Pressesprecher von Donald Trump hat bei seinem Auftritt nach der Vereidigung  gelogen. Angeblich habe die Zeremonie für Trump das größte Publikum der Geschichte gehabt. Was augenscheinlicher Unsinn ist, wenn die TV-Bilder gesehen hat. Macht nix, er hat trotzdem gelogen. Für mich ist das ein guter Anlass, hier ein Kapitel aus meinem Buch Public Frustration  wiederzugegeben.

Es geht in dem Kapitel um die Frage, warum es einige PR-Menschen mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

Hier kommt das Kapitel, viel Spaß beim Lesen: „Sean Spicer, neuer Star am Pressesprecherhimmel.“ weiterlesen

Mein Buch….

… wird in Kürze erscheinen, liebe Freunde. Es wird „Public Frustration. Über Leben in der PR“ heißen und als E-Book bei Amazon erscheinen. Zurzeit lesen es noch zwei Freunde von mir Korrektur. Nächster Schritt ist dann das einstellen bei Amazon. Meinen bisherigen Testlesern gefällt es gut. Es ist übrigens alles andere als eine verbitterte Abrechnung, sondern ein augenzwinkerndes Porträt der PR-Branche. Und die Namen wurden selbstredend alle geändert. Es geht schließlich nicht um einzelne Personen oder Agenturen sondern um das was typisch ist und bei dem jeder Berater, jede Beraterin sagt: „Ja, das kenne ich auch.“ Haltet noch etwas durch, das warten lohnt sich. Und wenn das Buch dann da ist, dann kauft es bitte auch 😉

So, und jetzt schau ich weiter EM!

Das 40.000 Euro Problem der PR-Branche

Mein Freund M. hat sich kürzlich bei einer Berliner PR-und Social-Media-Agentur als Senior-Berater beworben. Als Gehalt hat man ihm weniger als 40.000 Euro im Jahr angeboten, und auch das nur nach zähen Verhandlungen.

Die Agentur ist zwar neu am Markt, aber nicht mehr klein. Man sitzt in Mitte und hat einige renommierte Kunden und sicherlich vorzeigbare Etats.

Wie kommt es, dass die Gehälter in der PR-Branche trotzdem oft so erschreckend niedrig sind? Wahrscheinlich, weil die Kunden für Geisteswissenschaftler nur niedrige Tagessätze locker machen. Und vermutlich sind die meisten PR-Chefs auch noch ungeschickte Verhandler. Man ist für jeden Auftrag dankbar, und verkauft sich lieber zu billig, als jemanden zu verprellen.

Für die Qualität der Arbeit in diesen Niedrig-Lohn-Agenturen bedeuten das nichts Gutes. Denn was kann man von einem Senior erwarten, der sich mit einem Junior-Gehalt zufrieden geben muss? „Das 40.000 Euro Problem der PR-Branche“ weiterlesen