Melissa, 16 Jahre. Vom Aschenputtel zur Influencerin.

Bis zu Ihrem 16. Geburtstag hatte Melissa keinen Instagram Account. Sie war in Ihrer Schulklasse deswegen immer häufiger eine Außenseiterin, aber das störte sie nicht.

Dass sie sich einen Tag nach ihrem Geburtstag schließlich doch so ein Instagram-Profil zulegte und diesen ab dem ersten Tag auch aus vollen Rohren befeuerte, hatte einen einzigen Grund: Rache.

Sie wollte es denen heimzahlen, die sie so gedemütigt hatten.

Mehr als 30 Leute aus ihrer Schule hatte sie eingeladen. Mädchen und Jungs, die sie mehr oder weniger für Freunde gehalten hatten. Ihr war zwar klar, dass sie ein bisschen anders war als die anderen. Aber sie hatte nicht damit gerechnet, dass NIEMAND zu ihrer Party kommen würde. Doch dann saß sie da am Samstagabend im Wohnzimmer ihrer Eltern, die extra über das Wochenende weg gefahren waren, damit die jungen Leute in Ruhe feiern konnten. „Melissa, 16 Jahre. Vom Aschenputtel zur Influencerin.“ weiterlesen

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Auszug aus meinem Buch „Public Frustration – Über Leben in der PR“

Reklame, Werbung und PR. Und was das alles mit Männern und Frauen zu tun hat.

Es gibt einen schönen Spruch über den Unterschied von Reklame, Werbung und PR:

 

Wenn ein junger Mann ein Mädchen kennenlernt und ihr erzählt,

was für ein großartiger Kerl er ist, so ist das Reklame.

 

Wenn er ihr sagt, wie reizend sie aussieht, so ist das Werbung.

 

Wenn sie sich aber für ihn entscheidet, weil sie von anderen gehört

hat, er sei ein feiner Kerl, so ist das PR.

 

Ich hörte den Spruch zum ersten Mal vor rund 15 Jahren. Klingt cool, dachte ich damals. Ich Student, schlief lange und rauchte zum Frühstück Gauloises Blondes.

Über die PR-Branche hatte ich mir keine Gedanken gemacht. Schon gar nicht hätte ich mir träumen lassen, einmal selbst in der PR zu arbeiten. Aber den Spruch fand ich witzig. Ohne viel über die Branche zu wissen, hielt ich PR fortan für die intelligentere Form der Werbung. Gewissermaßen die nächste Stufe der Evolution.

Mittlerweile habe ich viele Berufsjahre in der PR hinter mir. Den Spruch mit dem jungen Mann und der jungen Dame habe ich hunderte von Malen gehört und gelesen. Meist von PR’lern.

Der Spruch ist überraschend, humorvoll und steckt voller Lebensweisheit. Denn natürlich sind diese „Mein Haus, mein Auto, meine Yacht-Typen“ zum Fremdschämen. Wissen wir nicht alle, dass es schlauer ist, der Frau zu sagen, dass sie schöne Augen hat? Und wissen wir nicht auch, dass man erst dann so richtig interessant wird, wenn die anderen über einen reden?

Und obwohl der Spruch witzig ist, ist er doch leider vollkommen falsch. Mit der Wirklichkeit der PR, der täglichen Arbeit in Agenturen, hat er nichts zu tun. PR als die intelligentere Werbung – das mag vielleicht in der grauen Theorie eines Lehrbuchs stimmen. Und es überrascht nicht, dass PR‘lern dieser Gedanke gefällt und sie ihn gern weitererzählen. Google den Spruch einfach mal und Du wirst ein Dutzend PR-Agenturen finden, die das Zitat auf ihrer Webseite haben. „Auszug aus meinem Buch „Public Frustration – Über Leben in der PR““ weiterlesen